Gibt es Wassermaulwürfe?

Ich habe zufällig gehört, dass jemand von einem „Wassermaulwurf“ erzählt hat. Wassermaulwurf? Das hört sich doch eher nach einem Aprilscherz an, oder?

Das hat mir keine Ruhe gelassen und ich habe tatsächlich einen Wassermaulwurf gefunden: er heißt Russischer Desman oder Bisamrüssler (Desmana moschata). Wie der Name vermuten lässt, lebt dieses Tierchen in Russland vorzugsweise an den Ufern von Flüssen, Seen und Teichen. Der Bisamrüssler ist 18 bis 22 cm lang plus einen etwa gleichlangen Schwanz. Das Kampfgewicht beträgt zwischen 100 und 220 Gramm, damit ist es der schwerste Maulwurf.  Die langgezogene Schnauze ist beweglich und erinnert an einen Rüssel. Nur die Pfoten der Hinterbeine haben Schwimmhäute. Das Fell ist oben rotbraun und unten aschgrau gefärbt. Die Augen sind klein und fast im Fell verborgen. Wie alle Maulwürfe kann der Russische Desman auch nicht besonders gut gucken, die Tasthaare an der Schnauze sind dafür um so besser ausgebildet.
An der Schwanzunterseite sitzt eine Drüse, die ein moschusähnliches Sekret absondert. Das lässt auch der zweite Teil des lateinischen Namens vermuten.

Die Maulwürfe sind im Gegensatz zu unserem heimischen Maulwürfen gesellig und teilen sich mit mehreren Tieren einen Bau. Der Bau ist wie bei Bibern nur vom Wasser aus zugänglich und gemütlich mit Moos ausgepolstert. Die Wassermaulwürfe ernähren sich von Insekten, Krebstieren, Fischen und Amphibien.

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