Was machen Spinnen im Winter?

Wenn meine Futtergeberin ihr Fahrrad aus dem Fahrradkeller holt oder zurückbringt, verheddert sie sich häufiger in den Spinnenweben und muss sich immer vorsichtig vorwärts bewegen, um nicht ungewollt einen Achtbeiner auf der Schulter oder Hand sitzen zu haben. Seitdem es kälter geworden ist, sind die Krabbeltiere weg – doch wo sind sie?

Die meisten Spinnen in Mitteleuropa ziehen sich im Winter in den Boden oder unter das herabgefallene Laub zurück und verschlafen den Winter. Im Boden und Laub sind sie vor sehr niedrigen Temperaturen geschützt und trocknen nicht aus. Alternativ suchen sich Spinnen warme Räumlichkeiten – wie unsere Keller oder Wohnräume, um den kalten Temperaturen zu umgehen. Deshalb gibt es im Herbst besonders viele Spinnen in den Wohnräumen, weil sie jedes offene Fenster (ohne Fliegengitter ;-)) nutzen.

Wasserspinnen suchen sich ein leeres Schneckenhaus, füllen es mit Luft und versiegeln den Ausgang mit einem Gespinst. Das Schneckenhaus treibt an die Wasseroberfläche und friert ein. Im Sommer taut alles wieder auf und die Spinne kommt aus ihrer Behausung.

Andere Spinnen überwintern in einem Kokon – sowohl die erwachsenen Tiere als auch die gerade erst geschlüpften Jungtiere. Letztere verlassen den Kokon das erste Mal, wenn es wieder warm genug ist.

Einige wenige Spinnen sind auch im Winter aktiv unterwegs, sie haben eine Art Frostschutzmittel im Körper, damit sich bei Temperaturen um 0 Grad oder darunter keine Eiskristalle im Körper bilden, welche die Spinne verletzen würden.

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